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Laborwassertypen
Normen definieren aus technischen und wirtschaftlichen Gründen verschiedene Laborwassertypen. Zweck dieser Normen ist es sicherzustellen, dass für eine spezifische Anwendung die korrekte Wasserqualität verwendet wird und gleichzeitig Laborbetriebskosten niedrig gehalten werden - Wasser des Typs I ist kostspieliger in der Produktion als Wasser des Typs II oder III.Typ III Water
Laborwasser des Typs III (Umkehrosmosewasser) ist der niedrigste Qualitätsgrad. Es ist allgemein für unkritische Laboranwendungen geeignet, wie Spülen von Glaswaren, Speisung von Autoklaven, Laborspülmaschinen, Heizbädern oder Typ-I Wasseraufbereitungssystemen.Typ II Water
Laborwasser des Typs II (Reinwasser) wird für alle Standard-Laboranwendungen empfohlen, wie beispielsweise das Ansetzen von Puffern und pHLösungen, die Herstellung mikrobiologischer Medien und Reagenzien, die Herstellung von Lösungen für chemische Analyse und Synthese und die Speisung von klinischen Analysegeräten, Bewitterungsgeräten und Typ-I Wasseraufbereitungs-systemen.Typ I Water
Wasser des Typs I (Reinstwasser) ist der Grad, der für alle kritischen Laboranwendungen erforderlich ist, wie beispielsweise die Herstellung der Laufmittel für die HPLC, die Verdünnung von Proben und Blindproben für GC, HPLC, AA, ICPMS und andere spezielle Analysetechniken, der Ansatz von Puffern und Nährmedien für Zellkulturen und IVF, die Herstellung von Reagenzien für molekularbiologische Anwendungen . (DNA-Sequenzierung, PCR) und die Vorbereitung von Lösungen für Elektrophorese und Blotting.Die Verwendung von Wasser des Typs I für Typ-IIWasseranwendungen ist im Labor allgemein üblich, um zu vermeiden, dass Spuren an Verunreinigungen kritische Laboranwendungen beeinträchtigen.
Laborwasserspezifikationen
Verschiedene Normen definieren die für spezifische Laborwasseranwendungen erforderliche Qualität: ASTM® und ISO® 3696 für Laboranwendungen, CLSI®-Richtlinien für klinische Labors. Einige Labors verwenden auch Normen, die in den europäischen oder US-amerikanischen Pharmakopöen definiert sind.Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Laborwassertypen.
| Verunreinigung | Parameter und Einheit | Typ III | Typ II | Typ I |
| Ionen | Widerstand.(MW.cm) | > 0,05 | > 1,0 | > 18,0 |
| Organische Substanzen Pyrogene | TOC (ppb) (EU/ml) | < 200 nicht zutreffend | < 50 nicht zutreffend | <10 < 0,03 |
| Partikel (Einheiten/ml) | Partikel > 0.2 µm | nicht zutreffend | nicht zutreffend | < 1 |
| Kolloide | Gesamtsilikat (ppb) | < 1000 | < 100 | < 10 |
| Bakterien | Keimzahl (KBE/ml) | < 1000 | < 100 | < 1 |
Diese Werte stellen nur Richtlinien dar, da für manche spezifische Laboranwendungen eine Qualität erforderlich sein kann, die über der in den Normen angegebenen Qualität liegt. So benötigen beispielsweise verschiedene molekularbiologische Anwendungen Wasser des Typs I, das sowohl RNase- als auch DNasefrei ist; Spurenelementenanalyse im unteren ppt-Bereich erfordert Wasser größerer Reinheit als reguläres Typ-I-Wasser; und Glaswaren müssen für einige Experimente mit pyrogenfreiem Wasser gereinigt werden. Millipore hat für Laborwasseranwendungen zahlreiche Forschungsarbeiten durchgeführt. Die Ergebnisse liegen als interne Forschungsaufzeichnungen oder als Querverweise zu wissenschaftlichen Artikeln vor und sind auf Anfrage bei unseren Applikationsspezialisten erhältlich. (Ihren nächsten Ansprechpartner finden Sie auf unserer Webseite (www.millipore.com/offices).
Spezifischen bedürfnissen angepasste Wasseraufbereitungssysteme
Millipore hat eine Reihe von Wasseraufbereitungs-systemen entwickelt, die in einer effizienten und ökonomischen Weise die drei Laborwassertypen herstellen, Qualitätsparameter überwachen und den Qualitätssicherungs-Ansprüchen eines Labors gerecht werden.Das nachfolgende Diagramm zeigt eine Zusammenfassung der erhältlichen Wasseraufbereitungssysteme und kann Ihnen bei der Auswahl des am besten für Ihre Anwendungen geeigneten Systems behilflich sein. Jedes Labor hat indes seine spezifischen Anforderungen, und unsere Applikationsspezialisten helfen Ihnen gerne bei der Auswahl der passenden Wasseraufbereitungslösung.
Die Laborwassersysteme Millipores können kombiniert werden, um spezifischen Laboranforderungen zu entsprechen. So erfüllt beispielsweise ein mit einem Tank und einem Milli-Q Advantage System kombiniertes Elix System folgende Erfordernisse eines Labors:
- Erzeugung von Typ-II-Wasser für anspruchslose Anwendungen, wie die Vorbereitung von Puffern und Reagenzien
- Erzeugung von Typ-I Reinstwasser für kritische Laboranwendungen
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